Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Die Digitalisierung durchzieht alle Bereiche unseres Lebens und Wirkens und wirft nicht nur technische oder wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Fragenstellungen auf. Diesen unterschiedlichen Fragestellungen stellen wir uns mit unserem Innovation Living Lab und helfen unseren Partnern moderne Schlagwörter wie Digitalisierung von Geschäftsmodellen bzw. Digitale Transformation systematisch verstehen und in konkreten Projekten Potenziale nutzbar zu machen. Mit Hilfe praktischer Use-Cases aus unseren Forschungsprojekten demonstrieren und vermitteln wir innovative Konzepte und Lösungsansätze. Unsere Methoden und digitalen Werkzeuge helfen bei der Analyse und Neugestaltung innerbetrieblicher wie auch überbetrieblicher Prozesse, bei der systematischen Problemidentifikation und -beschreibung, bei der Entwicklung elektronischer Services bzw. hybrider Leistungsbündel bis zur prototypbasierten Umsetzung und anschließender Evaluation mit Studenten oder Praxispartner im Reallabor.

Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts Nucleus Jena – die Entwicklung des Standorts Jena zu einer Transfer- und Innovationsregion Deutschland – haben wir das Innovation LivingLab aufgebaut. Das Innovation LivingLab stellt einen interaktiven, technisch hervorragend ausgestatteten Raum – Reallabor – für Studenten, Wissenschaftler und Praktiker bereit, um Forschungs-, Transfer- sowie Innovationsaktivitäten gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft durchführen zu können. Diesen innovativen Raum mit seinen technisch-orientierten Anwendungsfällen z.B. für Blockchain-Technologie, Location-based Services, Cloud-,  Mobile oder AR-Technologien möchten wir Ihnen vorstellen.

Die Basis für unsere Arbeit bildet eine kooperative Forschung, im Rahmen eines gegenseitigen Wissensaustausch von Experten aus der Wirtschaft und  Wissenschaft sowie unter Einbeziehung verschiedenen Sichtweisen, um anwendungsnahe Lösungen komplexer realer Problemstellungen zu entwickeln. Durch diesen interdisziplinären Ansatz werden die Digitalisierung und die zugehörigen Transformationsprozesse nicht nur begreifbar, sondern systematisch in Anwendungsbereichen nutzbar.

Batix Software GmbH

Seit mehr als 25 Jahren betreut die Batix ihre Geschäftspartner und Institutionen bei der Umsetzung von individuellen und massgeschneiderten Vorhaben. Kundenorientiertes Vorgehen und individuell gefertigte Software-Tools sind der Garant für erfolgreiche Lösungen in robusten Industrie-Umgebungen und komplexen, digitalen Verwaltungsprozessen. Unser Angebot umfasst die Beratung in allen Fragen der Digitalisierung, sowie die Realisierung und den Betrieb von Softwarelösungen in Form von vernetzten Systemen. Die Basis unserer mobilen und webbasierten Lösungen ist das eigene Batix Framework. Dieses bildet mit seiner Low-Code Umgebung das Fundament für unseren umfangreichen Lösungs- und Leistungskatalog. Auf Basis dieser Plattform können komplexe Aufgabenstellungen aus nahezu allen denkbaren Anwendungsgebieten einfach abgebildet werden. Eines der performantesten CM-Systeme am Markt steht heute auch für:

  • Digitale Arbeitsplattformen in der Industrie
  • All-in-One Lösungen für Provider
  • Servicelösungen und Telematikeinbindung im Maschinenbau
  • Ressourcenplanung im Gesundheitswesen
  • Integrationslösungen für Busunternehmen
  • Workflow- und Prozessmanagement in der Verwaltung
  • Individuelle Shoplösungen

Drehtechnik Jakusch GmbH

Die Firma Drehtechnik Jakusch GmbH verfügt seit 2018 über eine eigene digitale Arbeitsplattform namens „NOAH“. Sie ist das erste praktische Ergebnis des mit Mitarbeitern entwickelten  X4.0-Konzeptes.  Neben der Vernetzung aller Maschinenarbeitsplätze für ortsunabhängige Echtzeitstatusinformationen, wurden die Produktionsplanung und die Abarbeitung von Kundenaufträgen digitalisiert. Die digitale – weitgehend papierlose – Fertigung ist nun ebenso Realität, wie eine bruchfreie innerbetriebliche Kommunikation. Datenauswertung und Modellierung (Big Data) helfen überdies, innovative Arbeitszeitmodelle (Auflösung Schichtarbeitsmodell) zu entwickeln. Die eigenen Daten sind die Grundlage dafür, dass passende Algorithmen (Künstliche Intelligenz) sichere und sinnvolle Vorschläge einer Arbeitszeitnutzung (Leerphasen) unterbreiten. Dazu gehören Zeitfenster für lebensnahe Szenarien wie Familieneinkauf im Supermarkt, Pflege eines Familienangehörigen, das Abholen des Kindes vom Kindergarten oder Fortbildungen am Computer (blendend learning) – alles ist denkbar. Und alles zählt als bezahlte Arbeitszeit. Dank der sichtbaren Benefits durch Digitalisierung, hat die Drehtechnik Jakusch GmbH aktuell keinen Mangel an Fachkräften. Der offensive Umgang mit der digitalen Transformation wertet das  Image („innovativ und familiär“) enorm auf und festigt den Status des Unternehmens nachhaltig und sorgt zudem für überregionale Bekanntheit.

Logo Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 Ilmenau

TU Ilmenau

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau liefert mit praxisnahen Demonstrations- und Umsetzungsprojekten Digitalisierung zum Anfassen. Es unterstützt regionale Unternehmen bei der Umsetzung von Lösungen für konkrete Probleme in den Betrieben. Fünf Modellfabriken an den Standorten Ilmenau, Jena, Schmalkalden und Sondershausen zeigen dazu digitale Produktionslösungen zum Ausprobieren. Alle Angebote des Kompetenzzentrums sind für Firmen kostenfrei.

MF Vernetzung Logo

Technische Universität Ilmenau

Die Modellfabrik „Vernetzung von Maschinen und Produktionsprozessen“ an der TU Ilmenau unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Fragen der Vernetzung im Produktionsprozess. Die Modellfabrik hat drei Schwerpunkte: Kommunikation, Vernetzung von Maschinen und Vernetzung von Unternehmen. KMU können sich darüber informieren, wie datenbasierte, digitale Prozesse das Kommunikationsmanagement im Mittelstand verändern und sich Tipps für die eigene Strategische Kommunikation holen.

Beim Schwerpunkt Vernetzung von Maschinen und Unternehmen geht es um die Vernetzung von Maschinen untereinander, die Vernetzung von Menschen und Maschinen sowie die kooperative Wertschöpfung in Unternehmensnetzwerken. Zu jedem dieser Punkte gibt es einen Demonstrator. Der Demonstrator „Vernetzung von Produktionsprozessen“ zeigt an einem einfachen Produkt wie einem Schraubendreher, wie durch Fertigung im Netzwerk unternehmensübergreifend zusammengearbeitet werden kann. Beim „Welding 4.0“ wird veranschaulicht, dass auch klassische Techniken wie das Schweißen durch digitale Technologien für Unternehmen effizienter und effektiver gestaltet werden können. Für die Darstellung der Vernetzung von Maschinen wurde ein Demonstrator konstruiert, der die praktische Anwendung von Blockchain in der Produktion veranschaulicht. Natürlich funktioniert auch dieses Prinzip unternehmensübergreifend.

MF 3DDruck Logo

Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Die Modellfabrik „3D-Druck, Individualisierte Produktion und Digitale Arbeitswelten“ an der EAH Jena zeigt, welche Zukunftschancen der 3D-Druck kleinen und mittleren Unternehmen bietet und welche Marktpotentiale, Anwendungsfelder und Geschäftsmodelle sich durch den Einsatz additiver Fertigungsverfahren ergeben. Zudem geben die Experten praktische Tipps zur Auswahl eines geeigneten 3D-Druck-Verfahrens, zu den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Materialien, den Möglichkeiten zur Nachbearbeitung gedruckter Komponenten. Sie informieren auch über die Kosten der Verfahren und unterstützen bei Fragen zur Erstellung und Optimierung von 3D-Daten und bei der Auswahl geeigneter Drucktechnik.

Darüber hinaus bietet die Modellfabrik praktische Informationen, wie kleine und mittlere Unternehmen die steigende Nachfrage nach individualisierten Produkten bewältigen können, wie man kundenindividuelle Wünsche mit Konfiguratoren abfragt und verarbeitet und welche Systeme für welche Anforderungen geeignet sind. Sowohl für den 3D-Druck als auch für die individualisierte Produktion stehen verschiedene Demonstratoren zur Verfügung.

Zusätzlich versteht sich die Modellfabrik auch als „Strategielotse“ für die Arbeitswelt 4.0. Sie informiert darüber, wie Mitarbeiter bei Digitalisierungsprozessen mit eingebunden werden können, welche Vorteile strategisches Personalmanagement mit sich bringt und wie sich das auch bei KMU erfolgreich umsetzen lässt. Praktische Tipps zur inter- und transdisziplinären Arbeitsweise helfen im Arbeitsalltag.

MF Migration Logo

Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gemeinnützige GmbH (IMMS GmbH)

Die Modellfabrik „Migration“ am IMMS in Ilmenau begleitet kleine und mittlere Unternehmen in Fragen der schrittweisen Einführung von Digitalisierungslösungen in die Produktion. An Hand von Beispielen zeigen die Experten der Modellfabrik, wie durch simples Einbinden von drahtlosen Sensoren, sensornaher Datenverarbeitung und Echtzeitkommunikation bestehende Maschinen zukunftsfähig gemacht werden können (sogenanntes „Retro-Fit“). Hierzu gehören auch Open-Source-Lösungen für industrielle Anwendungen.

Die Experten der Modellfabrik geben den Unternehmen auch Werkzeuge für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, z.B. auf der Grundlage digitaler Produkte oder innovativer Diagnose-, Wartungs- und Servicekonzepte, an die Hand. Darüber hinaus informieren sie zu Möglichkeiten der Kooperation, Kommunikation und zum Datenaustausch in Wertschöpfungsnetzwerken unter Nutzung digitaler Plattformen und gehen dabei auch auf rechtliche und Aspekte der (Daten-) Sicherheit ein. Die verschiedenen Themenfelder von „Industrie 4.0“ werden in regelmäßigen Stammtischen und Workshops näher beleuchtet.

In der Modellfabrik Migration können unterschiedliche Demonstratoren, z.B. zur Zustandsüberwachung von Maschinen, zur Füllstandsüberwachung von Vorratsbehältern, zur drahtlosen Vernetzung von Sensorknoten, zur Speicherung, Auswertung und Visualisierung von Sensordaten in der Cloud, zum Energiemonitoring und zum effizienten Anfahren eines Maschinenparks, besichtigt werden.

MF Pozessdaten Logo

GFE – Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V.

Die Modellfabrik „Prozessdaten“ an der GFE Schmalkalden e.V. unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Fragen der Generierung von Prozessdaten, des digitalen Datentransfers und der Datenverarbeitung und -archivierung – sowohl im Unternehmen als auch beim Austausch firmenübergreifender Daten.  Im Fokus stehen die Echtzeiterfassung und -verarbeitung von Daten für die Prozess- und Qualitätskontrolle in Kombination mit Mensch-Maschine-Interaktionen. Zusammen ergeben die Daten wichtige Grundvoraussetzungen für Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) – ein großes Thema im Bereich Industrie 4.0.

Die Modellfabrik ist bei der Auslegung und Konfiguration von Datenschnittstellen behilflich, die bedarfsgerechte Qualitätsanalysen von der Produktion über das Controlling bis hin zum Vertrieb zu ermöglichen. Im Rahmen von Umsetzungs- und Transferprojekten bietet die Modellfabrik interessierten Unternehmen Unterstützung bei der Integration von Sensorik, Signalverarbeitungs- und digitalen Datenübertragungseinheiten in Maschinen und Fertigungslinien sowie beim unternehmensinternen und -übergreifenden Datentransfer begleitende Hilfe an.

Verschiedene Demonstratoren zeigen anschaulich Beispielanwendungen für Unternehmen, so zum Beispiel der Demonstrator zur Digitalen Kühlschmiermittel-Überwachung, zur 3D-In-Prozess-Schleifscheibenvermessung oder das Zerspanwerkzeug mit integrierten Beschleunigungssensoren die unmittelbar signalisieren, wenn während der Bearbeitung Veränderungen bzw. Probleme auftreten.

M40 Produktionssteuerung

Förderverein für Anwendung und Bildung auf dem Gebiet Industrie 4.0

Die Modellfabrik Produktionssteuerung gehört zum Förderverein für Anwendung und Bildung auf dem Gebiet Industrie 4.0 (Fab-i4.0 e. V.) und befindet sich in Oberspier bei Sondershausen. Als „lebende Fabrik“ konzipiert, zeigt die Modellfabrik anschauliche Demonstrationsangebote zur Individualisierung von Produkten, zum 3D-Scan, zum Einsatz mobiler Endgeräte und zur Qualitätsüberwachung in Fertigungszellen. Beim Rundgang durch die Fabrik kann man sich Demonstrationsobjekte für selbstkonfigurierende Plug-and-Produce Maschinen anschauen oder Roboter und diverse Automatisierungslösungen für den Produktionsalltag begutachten.

Die Experten der Modellfabrik informieren zu drei Themenschwerpunkten: Produktionssteuerung (z.B.: Was ist MES oder ein ERP-System und welchen Nutzen habe ich davon?), Automatisierung (z.B. Lohnt sich ein Roboter für mein Unternehmen und wo sind die Grenzen kollaborierender Robotertechnik?) und Digitalisierung in Fabriken (z.B. Sind Digitalisierungsmaßnahmen förderfähig und wenn ja wie?).

Göpel Logo

GÖPEL electronic GmbH

Kaum ein Lebensbereich ist heute vorstellbar ohne Elektronik. Gerade in den Bereichen Automotive, Luftfahrt, Medizintechnik und Industrie sind Anforderungen an fehlerfreie Elektronikkomponenten besonders hoch. GÖPEL electronic entwickelt und fertigt Test- und Inspektionslösungen, welche diese hohe Qualität in Entwicklung und Produktion sicherstellt und Fehler rechtzeitig findet, um spätere Risiken durch Ausfälle zu vermeiden.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Jena ist unterteilt in vier Geschäftsbereiche. Der Bereich „Automotive Test Solutions“ fokussiert sich auf die Anforderungen der Automobil- und Zuliefererindustrie. Modulare Funktionstestsysteme und Diagnose-Werkzeuge überprüfen Kfz-Steuergeräte oder auch Bus-Kommunikationssysteme sowie Antriebskomponenten der Elektromobilität. Auch elektromechanische Baugruppen und ganze Kfz-Sitze werden mit den Testsystemen von GÖPEL electronic auf ihre korrekte Funktionalität geprüft.

Der Bereich Embedded JTAG Solutions liefert Lösungen für den elektrischen Test bestückter elektronischer Baugruppen. Diese Baugruppen sind oft hochkomplex und extrem miniaturisiert. Mit den Embedded JTAG Solutions ist ein leistungsstarkes Testen und Programmieren in Elektronikentwicklung und -Fertigung möglich.

Der Bereich Industrieller Funktionstest bietet Testlösungen für Steueranlagen und –Systeme sowie Industrieelektronik. Dabei können beliebige elektronische Produkte einer Prüfung unterzogen werden, bspw. Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Temperatursensoren oder Heizungsansteuerungen. GÖPEL electronic entwickelt passgenaue Lösungen, sowohl für kleine Stückzahlen, als auch zur Systemintegration in Serienfertigungen.

Außerdem bietet GÖPEL electronic zur optischen Inspektion bestückter Leiterplatten leistungsstarke und technologisch hochwertige Systeme an. Damit können Fertigungsfehler in der Herstellung aufgedeckt werden: etwa fehlerhafte Lötstellen, hochpolige oder falsch positionierte Bauelemente sowie fehlerhafte Bauteile. Die Systeme können an verschiedenen Positionen im Fertigungsprozess eingesetzt werden (z.B. vor und nach dem Lötprozess, als Inline- oder Stand-Alone-Systeme). Die Systeme des Bereiches Inspektionslösungen werden auch als „Automatische Optische Inspektion“ (AOI), „Automatische Röntgeninspektion“ (AXI) oder „Lotpasteninspektion“ (SPI) bezeichnet.

Insbesondere im Bereich Inspektionslösungen beteiligt sich GÖPEL electronic aktiv am Thema „Industrie 4.0“, Digitalisierung sowie vernetzte Fabrik. Durch Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen und Initiativen (z.B. HERMES-Standard, SEF Smart Electronic Factory) forciert GÖPEL electronic nutzbringende Lösungen für digitale Elektronikfertigungen. Die Inspektionssysteme bieten alle nötigen Schnittstellen für eine Verknüpfung unterschiedlicher Prozessschritte. So können beispielsweise Produktionsdaten unterschiedlicher Maschinen verschiedener Hersteller vernetzt und an einem Arbeitsplatz zusammen geführt werden. Das wiederum sorgt dafür, dass Fertigungsfehler noch effizienter erkannt und verbannt werden können. Außerdem bietet GÖPEL electronic verschiedene intelligente Tools in der Software der Inspektionssysteme. Zum Beispiel kann ein System seine sogenannten Prüfprogramme automatisch erstellen, was dem Bediener viel Zeit und Arbeit abnimmt. Außerdem sind bspw. im Röntgensystem eine vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) sowie eine Fernsteuerung via Tablet möglich.